Sprüche und Zitate des Paracelsus

An dieser Stelle sei Olaf Rippe und Margret Madejsky gedankt über das Buch-

Die Kräuterkunde des Paracelsus

Dabei sei angemerkt, es sind hier nicht alle Sprüche aufgezeichnet. Im Buch gibt es weitaus mehr Sprüche und Zitate des Paracelsus.


Alle Erkenntnis der Welt, die wir Menschen auf Erden besitzen, stammt nur aus dem Lichte der Natur. Dieses Licht der Natur reicht vom Sichtbaren zum Unsichtbaren und ist hier so wunderbar wie dort. Im Lichte der Natur ist das Unsichtbare sichtbar.

Den Heiden ist die älteste Arznei gegeben worden, diese sind die ältesten Ärzte.

Denn der Himmel ist der Mensch und der Mensch ist der Himmel und alle Menschen ein Himmel und der Himmel nur ein Mensch.

Also ist die Philosophie die Mutter der Arznei, so dass man die Natur erkennen soll.

Die Weisheit hat keinen Feind, nur den, der sie nicht versteht.

Denn in uns ist das Licht der Natur und das Licht ist Gott. Daraus folgt denn, dass wir göttliche Weisheit in sterblichem Leibe tragen.

Es ist eine törichte Meinung, dass wir uns für uns das edelste Geschöpf halten sollen, da mehr Welten sind als wir allein. Es ist eine noch größere Torheit, dass wir die, die aus unserem Element stammen und auch Leute sind, nicht erkennen, wie die Nachtgeister und die Gnomen.

Gib (…) auf deinen inwendigen Garten acht. Denn wie immer der innere Mensch geschaffen ist, er horche nur mit dem äußeren auf sich selbst, dann wird er lernen, was ihn niemand lehren kann, und jeder wird sich seinetwegen wundern müssen. So beginnen die Künste der natürlichen Werke.

Die Natur zeichnet ein jegliches Gewächs, das von ihr ausgeht, zu dem, wozu es gut ist. Darum, wenn man erfahren will, was die Natur gezeichnet hat, soll man es aus den Zeichen erkennen, welche Tugenden in einem Ding sind.

Die Gestirne zwingen nicht, sie treiben aber die Menschen zu ihrem Vorhaben.

Wer ein richtiger Doktor sein will, der lerne verstehen, welche Rezepte die Konjunktion der Kräuter und der Sterne am Firmament zusammensetzt. Er weiß dann auch, was die Konjunktion der irdischen Sterne, das ist der Kräuter, die Zusammensetzung der Rezepte ist.

Die Natur liefert nichts, was vollendet ist(…). Sondern der Mensch muss es durch spagyrische Bereitung dahin bringen, wozu es von der Natur bestimmt wurde.

Die Reifung der Früchte ist die Kochkunst der Natur, also was die Natur in sich hat, das kocht sie, und wenn es gekocht ist, so ist die Natur vollkommen. Wenn der Arzt also kochen kann, dem Inhalte der oben genannten Philosophie und Astronomie entsprechend, so ist er ein Arzt, über den man sich wahrhaft und getrost freuen kann.

Es gibt keine Krankheit, die den Menschen unbedingt tötet oder töten kann. Denn alle Krankheiten ohne Ausnahme können geheilt werden, nur gibt es manche, bei denen wir es noch nicht verstehen.

Der Mensch ist nur darum aus den äußeren Kreaturen geschaffen, dass er infolge seiner Leiden sich selbst betrachte und erkenne, woraus er gemacht ist.

Bei eitrigen stinkenden Löchern hilft Eichenlaub zusammen mit Plantago gestoßen und aufgelegt.

Der Lärchenbaum hat die Gabe, die ihm von Gott beschert wurde, dem Menschen Harz zu liefern.

Wie die Wunden geheilt werden, so soll auch die Pest geheilt werden. Die Wunden haben zweierlei Heilung, innen und außen. Wisset, das die inneren böser sind als die äußeren.

Der Alchimist unter den Menschen, der so viel vermag wie der im Menschen, dem mangelt es nicht an Kunst. Denn an dem Alchimisten der Natur mag sich jeder Alchimist ein Beispiel nehmen.

Das sollte jeder Arzt wissen, dass Gott ein großes Arcanum in das Johanniskraut gelegt hat, nur wegen der Geister und tollen Fantasien, die den Menschen in Verzweiflung bringen.

Was aber die Abwehrmittel betrifft, so wisst, dass es ihrer etliche gibt, deren ein jedes für sich selbst diese Kraft hat und stark genug ist. So erstens Artemisia, Hypericon, Ingrien, Chelidonia, Raute, Abbiß und dergleichen Kräuter und Wurzeln mehr, insbesondere wenn sie auch in der rechten Influenz ausgegraben werden, wie in der Influenz des Jupiter und der Venus.

Mohnsamen macht gut schlafen.

Wenn man jede Nacht Wermutwein trinkt, dem Mohnsamen zugesetzt ist, macht es wohl schlafen.